Evangelisch - katholisch

In Pegnitz können wir auf eine über 50-jährige ökumenische Tradition zurückblicken. Nicht zuletzt dem guten persönlichem Verhältnis zwischen dem damaligen Dekan Friedrich Schoenauer und seinem katholischen Amtsbruder Pfarrer Dr. Franz Vogl ist diese Entwicklung zu verdanken. Hier wurde das Miteinander über das Gegeneinander gestellt, das Gemeinsame über das Trennende – und das zu einer Zeit, da die Kirchenoberen auf diesem Gebiet überhaupt noch keinen akuten Handlungsbedarf sahen.

Inzwischen gehört mit der evangelisch-methodistischen Kirche noch eine weitere Konfession zur ökumenischen Gemeinschaft der christlichen Kirchen in Pegnitz. Auch hier besteht seit geraumer Zeit eine enge Verbindung und Zusammenarbeit.

Gottesdienste, Bibeltage, Wallfahrten

Im Jahr 2014 haben wir das 50-jährige Jubiläum des ersten ökumenischen Gottesdienstes in Pegnitz gefeiert, der 1964 in der Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus stattfand. Unzählige Gesprächskreise, die Aktion 365, ökumenische Bibeltage und viele weitere gemeinsame Aktionen folgten. Seit dem Jahr 2000 finden regelmäßig die Ökumenischen Wallfahrten statt, die es zu einer überregionalen Berühmtheit gebracht haben. Und seit einigen Jahren begrüßt die ev.-luth. Kirchengemeinde den Fronleichnamszug der katholischen Geschwister an der Stadtpfarrkirche mit einer kurzen Andacht.

Und vielleicht ein besonders deutliches Zeichen der ökumenischen Verbundenheit: Es ist inzwischen selbstverständlich, dass Christen verschiedener Konfessionen regelmäßig einen Gottesdienst in der evangelischen Brigittenkapelle halten und sich dabei gegenseitig besuchen.

Im Wiesweiherpark wurde zu Himmelfahrt 2012 ein großer gemeinsamer Open-Air-Gottesdienst aller drei Konfessionen gefeiert. Die Pegnitzer Tafel, die Flüchtlingsarbeit und viele weitere Aktionen und Projekte werden ebenfalls gemeinsam getragen.