Andacht November 2017: Siehe, ich mache alles neu

Worauf läuft am Ende alles hinaus? Was ist das Ziel der Geschichte Gottes mit uns Menschen? Wo und wie kommen wir darin vor – wir mit unserem vergänglichen Leben, von dem es im 90. Psalm heißt: „Es fähret schnell dahin, als flögen wir davon“?

Eine Frage, die sich uns jetzt am Ende des Kirchenjahres vor dem Toten- und Ewigkeitssonntag, der uns an unsere Verstorbenen, aber auch an unsere eigene Vergänglichkeit erinnert, in besonderer Dringlichkeit stellt.

Im letzten Buch der Bibel – in der Johannes-Offenbarung – wird uns ein prophetischer Blick in die Zukunft gewährt. Der Seher Johannes beschreibt das Kommende in Bildern, die er alter biblischer Tradition entnimmt und in die Zukunft hineinprojiziert.

Was die Propheten angekündigt haben, das nimmt die Botschaft des Propheten Johannes auf, und es wird sich am Ende der Zeit erfüllen. Die Distanz zwischen Gott und Mensch wird endgültig aufgehoben und überwunden sein – und mit ihr alles Leid und alle Trauer – an dem Tag, an dem Gott alle Tränen von unseren Augen abwischen wird.

Ein hoffnungsvolles Bild: Am Ende aller Zeit steht nicht das Nichts, das Nirwana, in dem wir uns für immer auflösen und vergehen. Am Ende erwartet uns Gott, der uns aufnimmt in die himmlische Stadt, die an das irdische Jerusalem anknüpft oder auch in den himmlischen Garten, in dem das Paradies vom Anfang noch einmal am Ende erscheint.

Gisela Schleifer

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