Andacht Januar 2020: Ein Licht geht auf


Wir haben wieder einmal Weihnachten gefeiert: Heiliger Abend, zwei Feiertage und schon ist Weihnachten vorbei. Ein kurzes Fest im Verhältnis zu der rund vierwöchigen Vorlaufzeit, dem Advent. Zwar stehen noch Christbäume in den Häusern, die Weihnachtsbeleuchtung in der Hauptstraße ist auch noch da, aber der Alltag hat wieder begonnen. Doch die Weihnachtszeit der christlichen Kirche dauert länger. Sie reicht bis zum 2. Februar (Maria Lichtmess). Dazwischen liegt Epiphanias. Aber was fällt uns zu Epiphanias ein? Erstaunlich viel: Dreikönigsfest, Erscheinung des Herrn, Heilige drei Könige, Dreikönigstag, Großneujahr, Öberster, Sternsinger, Lichterfest, Stärk' antrinken, Bauernregeln – ein Sammelsurium.

Und was steht in der Bibel zu Epiphanias? Im Evangelium des Matthäus lesen wir:
Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.

Die drei Weisen folgen einem Stern, einem Licht, das ihnen den Weg weist. Sie finden das neugeborene Kind in dem vom Licht beleuchteten Stall. Dem Lichtschweif folgend haben sie Jesus in der Krippe gefunden. Folgen wir unserem christlichen Glauben, dann finden auch wir zu Jesus, der es für uns hell macht und Gegenwart und Zukunft nicht im Dunkeln, Ziellosen, Ungewissen lässt. Der Stern am Himmel zeigt den Weg zu einem neuen König, der alle Macht in den Schatten stellt, der ein Hoffnungslicht für die Gegenwart und die Zukunft ausstrahlt. Denn Jesus selbst sagt: Ich bin das Licht der Welt. Der Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit ist bei uns allen vorhanden. Wir sehnen uns nach einer hellen, klaren Zukunft. Im Licht kann man nach vorne schauen, hoffen, glauben. An uns liegt es, ob wir zu Jesus, seiner Lehre und seinen Verheißungen finden. Das wünsche ich uns allen. Lasst uns das Licht des Sternes in uns aufnehmen.

Doris Bernet-Bauer

Ein Licht geht auf
Epiphanias – die Herrlichkeit Gottes erscheint in der Welt

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