Andacht Februar 2018: Hineinwachsen in die Gemeinde

„Konfirmation (lat.:. confirmatio „Befestigung“, „Bekräftigung“, „Bestätigung“) ist eine feierliche Segenshandlung in den meisten evangelischen Kirchen…. Die Segnung markiert den Übertritt ins kirchliche Erwachsenenalter.“ So lautet die eher nüchterne Beschreibung aus dem Internetlexikon „Wikipedia“. Die ist sicher nicht falsch, erfasst aber nur einen Teil dessen, was wir heute unter „Konfirmation“ verstehen und vermitteln möchten.

Die Konfirmation meint zum einen den festlichen Gottesdienst am Ende der Konfirmandenzeit, genauso aber auch die Zeit bis zur Konfirmation. Charakter und Inhalte haben sich in den letzten Jahrzehnten zum Teil stark verändert. Lagen die Schwerpunkte früher eher auf der Vermittlung von Kenntnissen über die wichtigsten Inhalte des Glaubens (Taufe, Abendmahl, Gottesdienst, Gemeinde etc.), so spielt heute die Begleitung der Jugendlichen in dieser Lebensphase und die Gemeinschaft eine ebenso wichtige Rolle.

Spannend ist es mitzuerleben, ob und wie aus diesen Jugendlichen eine Gemeinschaft wächst. Ganz unterschiedliche Mädchen und Jungen treffen sich, um über Gott und Welt und über sich ins Gespräch zu kommen. Themen werden diskutiert und auf das Leben der Jugendlichen bezogen. Wer würde z.B vermuten, dass das Thema „Rechtfertigung“ eine der intensivsten Einheiten in der Konfirmandenzeit sein kann!

Das Kennenlernen und Hineinwachsen in die Gemeinde ist eines der Hauptanliegen in dieser Zeit. Verschiedene Angebote sollen den Jugendlichen die Gemeinde näher bringen. Und die Gemeinde soll ihre Konfirmanden und Konfirmandinnen als erwachsene Glieder wahrnehmen und anerkennen.  Darum bemühen wir uns als Gemeinde. Das gelingt mal mehr, mal weniger. Manchmal gibt es auch Konflikte. Das muss man aushalten!

Für viele Jugendliche ist dies eine wichtige Zeit. Schön ist es zu erleben, dass viele nach Jahren noch positive Erinnerungen damit verbinden. Für mich ist das ein Zeichen dafür: Da ist Gottes Geist am Wirken. Auch wenn das im weiteren Leben nicht immer an erster Stelle steht: Gemeinschaft ist gewachsen, Glaube wurde ge­stärkt, Gottes Segen wurde deutlich zugesprochen.

Gerlinde Lauterbach

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