Andacht Februar 2017: Der Garten Eden

Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1. Mose 2, 8–9)

Der Garten Eden – einer der Orte in der Bibel, der besondere Bilder in uns wach ruft. Ein Ort, den wir uns vorstellen können: ein Blumengarten mit Bäumen voller Früchte, mittendrin der Lebensbaum – das Paradies. Da spielt es für uns keine große Rolle, dass eine präzise Ortsangabe des Gartens Eden schwierig und eine geographische Lage auf der Erde nicht eindeutig geklärt ist.
Der Garten Eden ist Gottes Begegnungsort mit den Menschen. Seine Geschichte fängt in einem Garten an und endet nach einem langen Weg durch Wüsten, Sklaverei, fremde Länder und Städte wieder in einem Garten – inmitten des himmlischen Jerusalem (Offenbarung 22, 1–2).

Was bedeutet der Garten für uns? Für viele Menschen ist er Rückzugsort und Zuflucht. Im Garten wie in der Natur kann man die Schöpfung spüren und erleben. Wir können Blumen pflanzen, Gemüse anbauen oder einfach nur entspannen. So hat Gott auch unsere Rolle in seinem Garten definiert:

Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. (1. Mose 2, 15)

Der Mensch als Gärtner, der an Gott glaubt und aus der Schönheit des Gartens schöpft, aus der Fülle und Kraft der Natur heraus wächst und anderes gedeihen lässt. So bewahren wir den Frieden Gottes im Genuss der Schönheit und trotzen damit dem Bösen und all dem, was uns im Leben zugemutet wird. Wir dürfen dankbar sein für alle Pflanzen und Geschöpfe und uns nicht irre machen lassen vom Gedanken der Vertreibung aus dem Paradies. Denn das Dilemma, dass der Mensch manchmal lieber „Gott“ als „Gärtner“ wäre, bleibt.

Andrea Giesbert

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